Allgemeine Geschäftsbedingungen
GastroSight — Business Intelligence für die Gastronomie
Stand: März 2026
Alchemista Rituals OÜ
Ahtri tn 12, 10151 Tallinn, Estland
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") gelten für alle Verträge zwischen der Alchemista Rituals OÜ, Ahtri tn 12, 10151 Tallinn, Estland, eingetragen im estnischen Handelsregister, USt-IdNr. EE102913396, vertreten durch den Geschäftsführer Sven Schneider (nachfolgend „Anbieter" oder „Alchemista"), und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der SaaS-Plattform „GastroSight".
(2) GastroSight ist ein cloudbasiertes Business-Intelligence-Dashboard für Gastronomiebetriebe. Die Plattform aggregiert Daten aus verschiedenen Drittsystemen des Kunden (insbesondere Kassensystem, Personalplanung, Buchhaltung) und stellt diese in aufbereiteter Form als Kennzahlen, Analysen, Prognosen und AI-gestützte Berichte bereit.
(3) Kunden im Sinne dieser AGB sind ausschließlich Unternehmer gemäß § 14 BGB bzw. im Sinne des jeweiligen nationalen Rechts, d. h. natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln (B2B).
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Plattform und ihrer Leistungsmerkmale auf der Website des Anbieters stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Der Kunde gibt ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab, indem er den Registrierungsprozess auf der Website durchläuft, die vorliegenden AGB durch Setzen einer Checkbox akzeptiert und den Bezahlvorgang abschließt.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot des Kunden durch Versand einer Vertragsbestätigung per E-Mail annimmt oder den Zugang zur Plattform freischaltet.
(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Der Kunde erhält eine Kopie der AGB in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung zusammen mit der Vertragsbestätigung per E-Mail.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform GastroSight als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gebuchten Paket und der individuellen Onboarding-Konfiguration. Die Plattform umfasst insbesondere die folgenden Module:
Dashboard und KPIs:
- Echtzeit-Umsatz-Dashboard mit Brutto-/Nettoumsatz, Transaktionsanzahl, Durchschnittsbon, Trinkgeld und Rabatten
- Umsatz-Aufschlüsselung nach Kategorie (Essen/Getränke/Sonstiges) und Vertriebskanal (Dine-in/Takeaway/Delivery)
- Tages-, Wochen- und Monatszeitreihen mit Vergleichswerten (Vorwoche, Vorjahr)
- Restaurant-Vergleich und Filial-Benchmarking
Personalanalyse:
- Mitarbeiter-Performance: Umsatz, Transaktionen, Rabatt-/Stornoquote pro Mitarbeiter
- Personalstunden: Ist vs. Plan, Personalkostenquote (PK-Quote)
- Lohnkostenanalyse mit Stundenlohn-Import
Artikelauswertung / Menu Engineering:
- Artikelgruppen-Analyse: Umsatz, Menge, Anteil pro Warengruppe
- Servicekraft-Ranking pro Artikelgruppe
- Wareneinsatz-Kalkulation (theoretischer COGS) mit Artikel-Matching
Finanzanalyse:
- Tägliche P&L-Berechnung (Umsatz, COGS, Personalkosten, Fixkosten)
- BWA/SuSa-Import und -Analyse (monatliche Buchhaltungsdaten)
- Soll-Ist-Vergleich, Filialvergleich, Kostenstruktur-Analyse
Prognose und Forecasting:
- 16-Tage-Umsatzprognose (algorithmisch, wetterbasiert)
- Personaleinsatz-Empfehlung (Service/Küche/Spüler)
- Forecast-Genauigkeits-Tracking
AI-gestützte Analysen:
- Tägliches Morning Briefing (automatisch generiert per AI)
- Wöchentlicher Report mit Handlungsempfehlungen (automatisch generiert per AI)
- Anomalie-Erkennung (statistisch) mit AI-gestützter Erklärung
- Handlungsempfehlungen (AI-generiert, nicht-autonom — der Kunde entscheidet)
Investor-Reporting:
- Umsatzvergleich (absolut, YoY, MwSt-bereinigt)
- Forecast-Vergleich
- Regionale Aggregation
Plattform-Bewertungen:
- Aggregierte Bewertungsnoten von Lieferando, Wolt, Uber Eats (keine individuellen Reviews)
Integrationen (vom Kunden bereitzustellen):
- OktoPOS (Kassensystem) — API-Zugang
- gastromatic (Personalplanung) — API-Zugang
- Google Sheets/Drive (Planungsdaten, BWA-Dateien) — Lesezugang per Service Account
- Weitere Integrationen können hinzugefügt werden
Admin-Funktionen:
- Benutzerverwaltung (Rollen: Admin, Manager, Viewer)
- Sync-Status-Überwachung
- Daten-Mapping-Konfiguration (Arbeitsbereich-Zuordnung, Artikel-Mapping, Mitarbeiter-Matching)
- E-Mail-Empfänger-Konfiguration für Briefings/Reports
- Lohnimport (manueller Upload)
(2) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Plattform in der jeweils aktuellen Version. Ein Anspruch auf bestimmte Funktionen oder auf Fortführung einzelner Module besteht nur im Rahmen von § 20 dieser AGB.
§ 4 AI-gestützte Analysen — Transparenzhinweis
(1) GastroSight verwendet AI-Modelle (derzeit: Anthropic Claude) zur Generierung von Tages-Briefings, Wochen-Reports, Erklärungen zu erkannten Anomalien und Handlungsempfehlungen in den Bereichen Personal, Einkauf, Operations und Finanzen.
(2) Die Anomalie-Erkennung selbst basiert auf deterministischen, statistischen Methoden (Z-Score-Analyse) und nicht auf AI-Modellen. Lediglich die textuelle Erklärung und Kontextualisierung erkannter Anomalien erfolgt AI-gestützt.
(3) Die von der AI generierten Inhalte sind ausschließlich als Empfehlungen und Informationsaufbereitung zu verstehen. Sie stellen ausdrücklich keine betriebswirtschaftliche, steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Der Kunde trifft alle Geschäftsentscheidungen in eigener Verantwortung.
(4) Die Geschäftsdaten des Kunden werden nicht für das Training von AI-Modellen verwendet. Aggregierte Geschäftsdaten werden zur Textgenerierung an den AI-Provider (Anthropic PBC, San Francisco, USA) übermittelt. Nähere Einzelheiten zur Datenverarbeitung ergeben sich aus dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).
(5) Dieser Transparenzhinweis erfolgt im Einklang mit den Anforderungen der Verordnung (EU) 2024/1689 (EU AI Act) an Transparenzpflichten für Anbieter und Betreiber von AI-Systemen.
§ 5 Gewährleistung und „As-Is"-Klausel
(1) Die Plattform wird „wie besehen" (as is) bereitgestellt. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für eine ununterbrochene oder fehlerfreie Verfügbarkeit der Plattform.
(2) Für AI-gestützte Analysen und Empfehlungen wird keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck übernommen. AI-Outputs stellen ausdrücklich keine betriebswirtschaftliche, steuerliche oder rechtliche Beratung dar.
(3) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der aus den Drittsystemen des Kunden importierten Daten. Die Verantwortung für die Datenqualität in den Quellsystemen liegt beim Kunden.
(4) Konkludente Gewährleistungen, insbesondere hinsichtlich der Eignung für einen bestimmten Zweck oder der Mängelfreiheit, werden ausdrücklich ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Die monatliche Nutzungsgebühr beträgt 750,00 EUR netto (Pauschalpreis). Der Pauschalpreis gilt unabhängig von der Anzahl der vom Kunden angebundenen Filialen bzw. Standorte.
(2) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gesetzlich geltenden Umsatzsteuer.
(3) Bei innergemeinschaftlichen Dienstleistungen an B2B-Kunden mit gültiger USt-IdNr. innerhalb der Europäischen Union erfolgt die Abrechnung im Reverse-Charge-Verfahren gemäß § 13b UStG. Die Rechnungen werden ohne Umsatzsteuer ausgestellt; die Steuerschuldnerschaft geht auf den Kunden über.
(4) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Die laufenden monatlichen Gebühren werden automatisch per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe eingezogen. Der Kunde erteilt hierfür bei Vertragsschluss ein entsprechendes Zahlungsmandat.
(5) Soweit Zahlungen nicht automatisch eingezogen werden (insbesondere bei einmaligen Gebühren oder bei fehlgeschlagenem automatischem Einzug), sind diese innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung fällig.
(6) Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zum nächsten Verlängerungszeitraum anzupassen. Bei Preiserhöhungen steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht gemäß § 7 Abs. 5 zu.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag beginnt mit Vertragsschluss gemäß § 2 dieser AGB.
(2) Die Mindestlaufzeit beträgt zwölf (12) Monate. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils zwölf (12) Monate, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
(3) Die Kündigungsfrist beträgt drei (3) Monate zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit.
(4) Die Kündigung bedarf der Textform. Eine Kündigung per E-Mail ist ausreichend.
(5) Bei Kündigung wird der Zugang des Kunden zur Plattform zum Ende der bezahlten Laufzeit deaktiviert.
(6) Die Kundendaten werden neunzig (90) Tage nach Vertragsende gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Kunde kann vor Löschung einen Datenexport anfordern.
(7) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 8 Suspendierung des Dienstes
(1) Der Anbieter ist berechtigt, den Zugang des Kunden zur Plattform vorübergehend zu sperren (Suspendierung), wenn:
- ein Zahlungsausfall nach Ablauf einer Nachfrist von dreißig (30) Tagen nach schriftlicher Mahnung vorliegt;
- der Kunde gegen die Acceptable Use Policy (AUP) verstößt;
- eine Sicherheitsbedrohung für die Plattform oder andere Kunden besteht;
- eine behördliche Anordnung dies erfordert.
(2) Die Suspendierung hebt die Zahlungspflicht des Kunden nicht auf.
(3) Der Anbieter wird den Kunden unverzüglich über die Suspendierung und deren Gründe informieren, soweit dies rechtlich zulässig und möglich ist.
(4) Die Wiederherstellung des Zugangs erfolgt nach Behebung des Suspendierungsgrundes.
§ 9 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, die API-Zugänge zu seinen Drittsystemen (insbesondere OktoPOS, gastromatic, Google Sheets/Drive) bereitzustellen und zu pflegen. Die Kosten für die Drittsystem-Zugänge und -Lizenzen trägt der Kunde.
(2) Der Kunde trägt die Verantwortung für die Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Zugangsdaten.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Drittsysteme einzuhalten. Der Kunde bestätigt, dass er berechtigt ist, die jeweiligen Drittsystem-Daten über GastroSight verarbeiten zu lassen.
(4) Der Kunde stellt sicher, dass für die Verarbeitung personenbezogener Daten, insbesondere von Mitarbeiterdaten, eine ausreichende Rechtsgrundlage gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besteht.
(5) Der Kunde behandelt seine Login-Daten vertraulich und stellt sicher, dass nur berechtigte Personen Zugang zur Plattform erhalten.
§ 10 Drittsystem-Haftungsausschluss
(1) Der Anbieter haftet nicht für die Verfügbarkeit, Datenqualität oder API-Änderungen der angebundenen Drittsysteme (insbesondere OktoPOS, gastromatic, Google, Lieferando, Wolt, Uber Eats, Open-Meteo).
(2) Eine Echtzeit-Synchronisation wird nicht garantiert. Die aktuellen Synchronisierungsintervalle betragen: OktoPOS alle 15 Minuten, gastromatic täglich, Google Sheets täglich bis wöchentlich.
(3) Leistungseinschränkungen aufgrund von Ausfällen oder Änderungen an Drittsystem-APIs begründen keinen Anspruch des Kunden auf Minderung oder Schadensersatz.
(4) Änderungen an Integrationen, die aufgrund von API-Änderungen der Drittsysteme erforderlich werden, gelten nicht als wesentliche Einschränkung des Kernservices im Sinne von § 20 Abs. 2 dieser AGB.
§ 11 Datenschutz und Vertraulichkeit
(1) Die Einzelheiten der Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Bestandteil dieses Vertrags ist.
(2) Die Geschäftsdaten des Kunden werden vom Anbieter vertraulich behandelt.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, aggregierte und anonymisierte Daten für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Plattform zu verwenden. Anonymisiert im Sinne dieser Bestimmung bedeutet, dass die Daten so verändert wurden, dass sie sich nicht mehr auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche oder juristische Person beziehen lassen (vgl. Erwägungsgrund 26 DSGVO). Der Anbieter stellt durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen sicher, dass ein Rückschluss auf den einzelnen Kunden oder dessen Mitarbeiter ausgeschlossen ist.
(4) Die Geschäftsdaten verbleiben im Eigentum des Kunden. Aggregierte Insights und AI-generierte Reports sind Leistung der Plattform und unterliegen den Nutzungsrechten gemäß § 15.
§ 12 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % im Jahresmittel an (gemessen ohne geplante Wartungsfenster). Ein garantiertes Service Level Agreement (SLA) mit Vergütungsansprüchen besteht in der aktuellen Version nicht.
(2) Geplante Wartungsfenster werden mit angemessener Vorankündigung durchgeführt.
(3) Notfall-Wartungsarbeiten können ohne Vorankündigung durchgeführt werden, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Sicherheit oder Funktionsfähigkeit der Plattform erforderlich ist.
§ 13 Haftungsbeschränkung
(1) Die Gesamthaftung des Anbieters gegenüber dem Kunden ist der Höhe nach auf die Summe der vom Kunden in den letzten zwölf (12) Monaten vor dem haftungsbegründenden Ereignis tatsächlich gezahlten Gebühren begrenzt (Haftungsdeckel).
(2) Der Anbieter haftet nicht für indirekte Schäden, entgangene Gewinne, Datenverlust oder entgangene Geschäftschancen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
(3) Der Anbieter haftet insbesondere nicht für Schäden, die aus Geschäftsentscheidungen des Kunden resultieren, die auf Basis von AI-generierten Analysen oder Empfehlungen der Plattform getroffen wurden.
(4) Die Haftungsbeschränkungen der Absätze 1 bis 3 gelten nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
§ 14 Freistellung (Indemnification)
(1) Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus der Nutzung der Plattform durch den Kunden oder durch vom Kunden autorisierte Nutzer entstehen, insbesondere bei:
- Verstößen des Kunden gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), z. B. bei fehlender Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von Mitarbeiterdaten in den Drittsystemen;
- Verstößen gegen die Acceptable Use Policy (AUP);
- Verletzungen der Nutzungsbedingungen der angebundenen Drittsysteme.
(2) Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über geltend gemachte Ansprüche Dritter. Der Kunde übernimmt die Verteidigung und trägt die hierfür anfallenden Kosten.
§ 15 Nutzungsrechte und Lizenzen
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht-übertragbares und nicht-unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform GastroSight ein.
(2) Das Nutzungsrecht erlischt mit Beendigung des Vertrags.
(3) Ein Anspruch des Kunden auf Herausgabe oder Einsicht in den Quellcode der Plattform besteht nicht.
§ 16 Feedback-Klausel
(1) Feedback, Vorschläge, Verbesserungsideen und Feature-Wünsche, die der Kunde dem Anbieter mitteilt, können vom Anbieter frei und ohne Vergütungs- oder Eigentumsansprüche des Kunden für die Weiterentwicklung der Plattform und anderer Produkte verwendet werden.
(2) Mit der Übermittlung von Feedback räumt der Kunde dem Anbieter ein unbefristetes, unwiderrufliches, weltweites, unentgeltliches Nutzungsrecht an dem Feedback ein.
§ 17 Verbotene Nutzung
(1) Für die Nutzung der Plattform gelten die Regelungen der Acceptable Use Policy (AUP), die als separates Dokument Bestandteil dieses Vertrags ist.
(2) Ein Verstoß gegen die AUP berechtigt den Anbieter zur Suspendierung des Dienstes gemäß § 8 und gegebenenfalls zur außerordentlichen Kündigung des Vertrags.
§ 18 Geistiges Eigentum
(1) Sämtliche Rechte an der Plattform GastroSight, einschließlich Software, Design, Algorithmen, AI-Prompts, Dokumentation und sonstiger geschützter Inhalte, verbleiben beim Anbieter.
(2) Der Kunde erhält ausschließlich die in § 15 genannten Nutzungsrechte.
(3) „GastroSight" ist eine Marke der Alchemista Rituals OÜ. Die Nutzung der Marke durch den Kunden bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
§ 19 Beta-Features / Preview
(1) Der Anbieter kann neue Funktionen als „Beta" oder „Preview" kennzeichnen und dem Kunden zur Verfügung stellen.
(2) Für Beta-Features gelten keine Gewährleistungsansprüche und kein SLA. Beta-Features können jederzeit geändert oder eingestellt werden.
(3) Feedback des Kunden zu Beta-Features unterliegt der Feedback-Klausel gemäß § 16.
§ 20 Recht auf Serviceänderungen
(1) Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Plattform weiterzuentwickeln, Features hinzuzufügen, zu ändern oder einzustellen.
(2) Wesentliche Einschränkungen des Kernservices werden dem Kunden mit einer Frist von 30 Tagen vorab per E-Mail angekündigt. In diesem Fall steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe zu.
(3) Ergänzungen und Verbesserungen der Plattform können ohne gesonderte Vorankündigung vorgenommen werden.
(4) Änderungen an Integrationen, die aufgrund von Änderungen an Drittsystem-APIs erforderlich werden, gelten nicht als wesentliche Einschränkung des Kernservices im Sinne von Absatz 2.
§ 21 Höhere Gewalt
(1) Keine Vertragspartei haftet für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten, soweit die Nichterfüllung oder Verzögerung auf Umständen höherer Gewalt beruht.
(2) Höhere Gewalt im Sinne dieser AGB umfasst insbesondere: Naturkatastrophen, Epidemien, Pandemien, Krieg, Terrorismus, Streik, Ausfall von Drittsystem-APIs, Ausfälle der Cloud-Infrastruktur, behördliche Anordnungen, Cyber-Angriffe und vergleichbare Ereignisse, die außerhalb der zumutbaren Kontrolle der betroffenen Partei liegen.
(3) Die betroffene Partei informiert die andere Partei unverzüglich über den Eintritt und die voraussichtliche Dauer des Ereignisses höherer Gewalt.
§ 22 Abtretung (Assignment)
(1) Der Anbieter ist berechtigt, die Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag im Rahmen von Umstrukturierungen, Fusionen oder Unternehmensverkäufen ganz oder teilweise auf Dritte zu übertragen.
(2) Der Kunde darf seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters abtreten oder übertragen.
§ 23 Sanktions- und Exportkontrollklausel
(1) Der Kunde bestätigt, dass er nicht auf Sanktionslisten der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten von Amerika oder der Vereinten Nationen steht und nicht unmittelbar oder mittelbar von sanktionierten Personen oder Organisationen kontrolliert wird.
(2) Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform unter Einhaltung aller anwendbaren Exportkontroll- und Sanktionsvorschriften zu nutzen.
§ 24 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen vor Inkrafttreten per E-Mail zu ändern.
(2) Bei wesentlichen Änderungen steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe der Änderung zu.
(3) Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb der Frist und setzt die Nutzung der Plattform nach Inkrafttreten der Änderung fort, gilt dies als Zustimmung zu den geänderten AGB.
§ 25 Schlussbestimmungen
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und durchführbare Bestimmung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Tallinn, Estland.
(3) Es gilt estnisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Kollisionsnormen des internationalen Privatrechts.
(4) Vertragserklärungen und Änderungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Eine Übermittlung per E-Mail genügt der Textform.
(5) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.