Branchendaten

Gastronomie in Zahlen 2026

Die zentrale Datenquelle zur deutschen Gastronomie — alle wichtigen Kennzahlen zu Umsatz, Betrieben, Beschäftigung, Preisen und Markt an einem Ort. Verifiziert aus Primärquellen (Statistisches Bundesamt, DEHOGA, Bundesagentur für Arbeit), mit Verlaufsdaten und exklusiven aggregierten Einblicken aus dem GastroSight-Netzwerk. Regelmäßig aktualisiert.

Stand: Juni 2026

Öffentliche Quellen · Stand Juni 2026

Die Branche in Zahlen

Alle Statistiken stammen aus verifizierten Primärquellen. Quellenangabe und Erhebungsjahr sind bei jeder Kennzahl ausgewiesen.

Auf einen Blick · 2024/2025

−16,4 %

realer Umsatz vs. 2019 (2025)

206.105

Betriebe (2024) — 16.337 weniger als 2019

2,05 Mio.

Beschäftigte (2025)

88,6 Mrd. €

Außer-Haus-Markt (2025)

+31 %

Gastronomiepreise kumuliert 2022–2025

11.252

Insolvenzen seit 2020

01 — Umsatz & Erholung

−16,4 %

realer Gastgewerbeumsatz 2025 ggü. 2019

Realer Umsatzindex Gastgewerbe, 2019 = 100

Gestrichelte Linie = Vorkrisenniveau

100 61,0 59,7 86,8 87,7 85,4 83,6
2019 = 100
2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2025 (PD26_054_45213)

Sechs Jahre in Folge ohne reales Wachstum — 2025 sank der reale Umsatz erneut um 2,1 % gegenüber 2024.

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2025

Die Gastronomie ohne Beherbergung liegt real rund 15,8 % unter dem Niveau von 2019 (2024).

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2024

Der nominale Gastgewerbeumsatz lag 2024 bei rund 102 Mrd. €.

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2024

02 — Betriebe & Insolvenzen

−16.337

umsatzsteuerpflichtige Betriebe weniger als 2019 (Stand 2024)

Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen im Gastgewerbe

222k 198k 187k 197k 202k 206k
2019 2020 2021 2022 2023 2024

Quelle: Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik via DEHOGA, 2024

Insolvenzverfahren in der Gastronomie pro Jahr

· Anbieter-/Schätzdaten

1.394 1.760 2.230 2.900
2022 2023 2024 2025

Quelle: Creditreform, 2026 · Anbieter-/Schätzdaten

Seit 2020 summieren sich rund 11.252 Gastronomie-Insolvenzen; 2025 markiert das höchste Niveau seit 2011.

Quelle: Creditreform, 2026 · Anbieter-/Schätzdaten

Stille Schließungen übersteigen formale Insolvenzen um ein Vielfaches — Creditreform schätzt rund 24.500 Schließungen allein für 2024 und 2025.

Quelle: Creditreform, 2026 · Anbieter-/Schätzdaten

03 — Preise & Mehrwertsteuer

+31 %

Gastronomiepreise kumuliert 2022–2025 — der allgemeine VPI nur +19 %

Jährliche Preissteigerung: Gaststätten vs. Verbraucherpreisindex

2022/2023 inkl. Beherbergung; ab 2024 Restaurants separat.

Gaststättenpreise
VPI gesamt
7,4
7,9
2022
8,1
5,9
2023
6,8
2,2
2024
4,0
2,2
2025

Quelle: Statistisches Bundesamt, Inflations-Pressemitteilungen 2023–2026

Seit Januar 2024 gilt wieder der volle Mehrwertsteuersatz von 19 % auf Speisen (zuvor befristet 7 %).

Quelle: Bundesfinanzministerium, 2024

83,8 % der Betriebe erhöhten nach der MwSt-Umstellung ihre Preise.

Quelle: DEHOGA-Umfrage, 2024

44,4 % der Gäste gaben an, seither seltener essen zu gehen.

Quelle: INSA-Umfrage, 2024 · Anbieter-/Schätzdaten

04 — Beschäftigung & Personal

rund 2,05 Mio.

Beschäftigte im Gastgewerbe (sozialversicherungspflichtig + Minijob), 2025

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (30.06.)

Wieder über Vor-Corona-Niveau

1,110 Mio. 1,114 Mio. 1,119 Mio.
2019 2024 2025

Quelle: Bundesagentur für Arbeit via DEHOGA Zahlenspiegel IV/2025, 2025

Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 9,19 € (2019) auf 13,90 € (2026) — kumuliert rund +51 %.

Quelle: Mindestlohnkommission, 2026 · Anbieter-/Schätzdaten

Die Personalkosten je 1 € Umsatz stiegen von 32 auf 40 Cent.

Quelle: DEHOGA Zahlenspiegel IV/2025, 2025 · Anbieter-/Schätzdaten

Hinzu kommen rund 932.000 Minijobber (Q3 2025).

Quelle: Minijob-Zentrale, 2025

05 — Markt & Struktur

88,6 Mrd. €

Gesamtvolumen Außer-Haus-Markt 2025 (+7 % gegenüber 2019)

Umsatz Systemgastronomie, Mrd. €

31 Mrd. 35 Mrd. 36 Mrd.
2023 2024 2025

Quelle: Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), Branchendaten 2025

Strukturverschiebung: Die Systemgastronomie hält inzwischen rund 41 % des Umsatzes — während die klassische Individualgastronomie Besuche verliert.

Quelle: BdS, 2025

Besuchs-Schere zum Vorkrisenjahr: Systemgastronomie +13 %, Gesamtmarkt −13 % (jeweils vs. 2019).

Quelle: BdS/Circana, 2025

Durchschnittsbon: 7,15 € in der Systemgastronomie, 9,24 € in der Individualgastronomie (2025).

Quelle: BdS, 2025

Der Online-Liefermarkt erreicht rund 7,25 Mrd. € (2024); Marktführer Lieferando rund 720 Mio. € Umsatz.

Quelle: Statista · Anbieter-/Schätzdaten / Just Eat Takeaway-Jahresbericht, 2024

06 — Kostenstruktur unter Druck

+125 %

Energiekosten je 1 € Umsatz seit 2019

Kosten je 1 € Umsatz: 2019 vs. 2025, in Cent

2019
2025
32
40
Personal
28
32
Wareneinsatz
4
9
Energie
10
12
Pacht

Quelle: DEHOGA Zahlenspiegel IV/2025, 2025 · Anbieter-/Schätzdaten

Der Nettogewinn je Euro Umsatz fiel von 12–15 Cent auf −2 bis +3 Cent.

Quelle: DEHOGA Zahlenspiegel IV/2025, 2025 · Anbieter-/Schätzdaten

Kumulierte Kostensteigerungen Januar 2022 bis Juli 2025: Personal +34 %, Lebensmittel +27 %, Energie +28 %.

Quelle: DEHOGA-Umfrage August 2025 (n=3.941)

72 % der Betriebe können nötige Investitionen nicht mehr stemmen (2025).

Quelle: DEHOGA, 2025

Häufige Fragen

Gastronomie Deutschland — kurz beantwortet

Wie hat sich der Gastronomieumsatz in Deutschland seit 2019 entwickelt?

Der reale (preisbereinigte) Umsatz im Gastgewerbe lag 2025 rund 16,4 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019 — das sechste Jahr in Folge ohne reales Wachstum. Die Gastronomie ohne Beherbergung liegt sogar etwa 17,6 % darunter. (Statistisches Bundesamt)

Wie viele gastronomische Betriebe gibt es in Deutschland?

2024 gab es rund 206.105 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen im Gastgewerbe — trotz dreijähriger Erholung sind das 16.337 Betriebe weniger als 2019. (Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik via DEHOGA)

Wie viele Menschen arbeiten in der deutschen Gastronomie?

Rund 2,05 Millionen — etwa 1,119 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stand 30.06.2025) plus rund 932.000 Minijobber. (Bundesagentur für Arbeit, Minijob-Zentrale)

Wie stark sind die Preise in der Gastronomie gestiegen?

Die Preise für Gaststättendienstleistungen stiegen 2022–2025 kumuliert um rund 31 %, während der allgemeine Verbraucherpreisindex nur um etwa 19 % zulegte. (Statistisches Bundesamt)

Welche Rolle spielt die Mehrwertsteuer auf Speisen?

Seit Januar 2024 gilt wieder der volle Satz von 19 % (zuvor befristet 7 %). 83,8 % der Betriebe erhöhten daraufhin die Preise, 44,4 % der Gäste gehen seither seltener essen. Ab 2026 wird der Satz wieder auf 7 % gesenkt. (DEHOGA)

Wie groß ist der Außer-Haus-Markt in Deutschland?

Der gesamte Außer-Haus-Markt erreichte 2025 rund 88,6 Mrd. € (+7 % gegenüber 2019). Die Systemgastronomie wächst dabei auf rund 41 % Umsatzanteil, während die klassische Individualgastronomie Besuche verliert. (Bundesverband der Systemgastronomie)

Eigene Daten aus dem GastroSight-Netzwerk

GastroSight-Netzwerk

GastroSight Dateneinblick

Die folgenden Kennzahlen stammen aus aggregierten, anonymisierten Betriebsdaten des GastroSight-Netzwerks. Sie sind klar von den öffentlichen Branchenstatistiken oben abgegrenzt und als Spanne angegeben.

Wochentag-Verteilung

An Freitagen und Samstagen erwirtschaften Restaurants rund 35 bis 37 % ihres Wochenumsatzes.

Stoßzeiten

Rund 24 bis 26 % des Tagesumsatzes entfallen auf nur zwei Stunden.

Wettereinfluss

An warmen Tagen (ab 20 °C) liegt der durchschnittliche Tagesumsatz rund 10 bis 12 % höher als an kühlen Tagen.

Saisonalität

Zwischen dem umsatzstärksten und dem schwächsten Monat liegen rund 41 bis 43 % Unterschied.

Datengrundlage: aggregierte, anonymisierte Betriebsdaten aus dem GastroSight-Netzwerk (11 Standorte aus mehreren Betrieben); die Stichprobe wird von einer Restaurantgruppe dominiert. Stand: Juni 2026.

Transparenz

Methodik & Quellen

Öffentliche Primärquellen

Eigene Daten — Methodik

Die GastroSight-Dateneinblicke basieren auf aggregierten, vollständig anonymisierten Betriebsdaten aus dem GastroSight-Netzwerk. Einzelne Betriebe sind nicht identifizierbar. Kunden-, Umsatz- oder Profitabilitätsdaten einzelner Betriebe werden nicht veröffentlicht.

Die GastroSight-Kennzahlen sind Anteils- und Verhältniswerte innerhalb desselben Zeitraums (etwa Umsatzanteil eines Wochentags oder einer Tageszeit) und damit weitgehend unabhängig von Preissteigerungen. Sie werden als gerundete Spanne angegeben. Für die öffentlichen Branchenstatistiken oben gilt, soweit als „real" ausgewiesen, der Deflator Verbraucherpreisindex Gaststättendienstleistungen (Statistisches Bundesamt).

Stand: Juni 2026

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