Der Umsatz pro Mitarbeiterstunde (auch: Revenue per Labor Hour, RPLH) misst, wie viel Umsatz pro geleisteter Arbeitsstunde erwirtschaftet wird. Im Gegensatz zur Personalkostenquote zeigt er die Produktivitaetsseite: nicht was Personal kostet, sondern was es einbringt.
Formel
Umsatz pro Mitarbeiterstunde = Nettoumsatz / geleistete Arbeitsstunden
Wichtig: geleistete Stunden, nicht geplante. Ueberstunden, Bereitschaft und produktive Stunden muessen korrekt erfasst sein. Digitale Zeiterfassung ist Voraussetzung fuer eine belastbare Kennzahl.
Benchmarks
| Konzepttyp | RPLH Zielwert |
|---|---|
| Quick Service | 70–100 EUR/h |
| Fast Casual / Systemgastronomie | 55–80 EUR/h |
| Casual Dining | 45–65 EUR/h |
| Full Service Restaurant | 40–60 EUR/h |
| Fine Dining | 35–55 EUR/h |
Unterschied zur Personalkostenquote
Beide Kennzahlen messen Personaleffizienz aus unterschiedlichen Winkeln. Die PK-Quote zeigt den Kostenanteil. RPLH zeigt die Produktivitaet. Ein Betrieb kann eine gute PK-Quote haben (niedrige Loehne) und trotzdem niedrigen RPLH — wenn zu viele Stunden auf dem Plan stehen. Umgekehrt kann hoher RPLH trotz hoher Loehne zur guten PK-Quote fuehren.
Anwendung in der Dienstplanung
RPLH-Zielwerte je Schicht erlauben praezise Dienstplanung: Bei einem Abend mit 8.000 EUR erwartetem Umsatz und einem RPLH-Ziel von 60 EUR sind rund 133 Stunden das Maximum — verteilt auf Kueche und Service. Zusammen mit Forecasting entsteht automatisch der optimale Personalplan.
Verwandte Begriffe
- Personalkostenquote — Kostenperspektive der Personaleffizienz
- Dienstplan-Effizienz — Planung vs. Bedarf
- Forecasting — Umsatzprognose als Basis fuer Stundenplanung
- Labor Cost Ratio — englischer Begriff fuer PK-Quote
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